Endlich Sommer!

So lässt sich die schönste Zeit des Jahres in vollen Zügen genießen

Endlich ist der Sommer da. Für viele Menschen ist es die schönste Zeit des Jahres. Sehnlichst erwartet, laden die kommenden Monate zum ausgiebigen Aufenthalt im Freien ein. Schnell in die Flip-Flops geschlüpft, den Liegestuhl aufgestellt und los gehts. So kommt das Strandfeeling in den Garten. Auch wenn in diesem Jahr alles etwas anders ist als in den vergangenen Jahren, lässt sich auch dieser Sommer in vollen Zügen genießen.

Erfrischend lecker
Sommer, Sonne, Eis. Nichts ist erfrischender, als der kalten Versuchung nachzugeben. Ob am Stiel, im Becher oder in der Waffel, Eis versüßt uns im Sommer die Tage. Mittlerweile gibt es kaum eine Geschmacksnote, die nicht schon zu Eis verarbeitet wurde. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. „Die Freude am Eis scheint den Menschen angeboren zu sein“, sagt Claudia Schukies-Gläsel von Claudia’s Eiscafé in Melbeck. Schon kleine Kinder zeigen sich vom fruchtig frischen Genuss begeistert, auch wenn sie Eis nicht bewusst kennen. Neben Klassikern wie Erdbeere oder Vanille seien immer mehr auch ausgefallenere Variationen wie Schokolade-Chili oder Lakritz gefragt, weiß die Eisverkäuferin. Auch im Eiscafé Milano von Kateryna Bünning in Lüneburg-Mittelfeld sind außergewöhnliche Sorten wie Salted Peanut, Kokos-Blaubeere oder Granatapfel heiß begehrt. Ihr Tipp für besonders warme Tage: Eis mit Buttermilich oder Quark. Dies seien sehr angenehme, leichte Varianten, schwärmt die Lüneburgerin.

Ran an den Grill
Jetzt ist die perfekte Zeit, um zu Hause den Grill anzuschmeißen. Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte landen zwar immer häufiger auf dem Grill – auf Bratwurst und Steak wollen die meisten aber dennoch nicht verzichten. Das Wenden und Drehen gelingt am besten mit einer Grillzange, denn spitze Gegenstände zerreißen die Poren des Fleisches und durchlöchern die Würstchen. Besser ist es, Steaks und Koteletts bei hoher Hitze von beiden Seiten anzubraten und sie nach dem Grillen noch ein paar Minuten ruhen zu lassen. So bekommt das Fleisch herrliche Röstaromen und wird gleichermaßen kross wie saftig. Zudem gilt: Erst kurz vor Ende der Garzeit mit Kräutern und Gewürzen verfeinern, da diese sonst in der Hitze verbrennen. Bei Salaten sollte man auf leichte Sommersalate mit frischen Dressings setzen, zu mächtig dürfen die Beilagen an warmen Tagen nicht sein. Und immer gilt: safety first! Der Grill sollte in einem Sicherheitsabstand zu den Gästen aufgestellt sein und auf stabilem Untergrund stehen.

Sommer und Sonne
Was wären die heißen Tage ohne einen Aufenthalt in der Sonne. Doch einen Moment nicht aufgepasst, schon ist es passiert: Sonnenbrand macht Kindern und Erwachsenen gleichermaßen zu schaffen und erhöht das Hautkrebsrisiko. „Der Sonnenstand Anfang Juni entspricht dem Sonnenstand Mitte Juli“, sagt Dorothea Wendt, Apothekerin der Apotheke am Kran, Lüneburg. „Einerseits brauchen wir die Sonne für unser Wohlbefinden, Freizeitgestaltung macht bei Sonnenwetter mehr Spaß als an trüben Tagen. Und wir sollen z.B. auch unseren Vitamin D Haushalt optimieren. Andererseits sollen wir uns vor übermäßiger Sonne schützen. In den heißen Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr: die Sonne meiden, ,Siesta!‘“ Sinnvoll sei eine richtige Kleidung: Hut/Kappe, T-Shirt, Sonnenbrille und ein gutes Sonnenschutzpräparat. Eine Lotion oder Creme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) verlängere den Eigenschutz und müsse nach übermäßigem Schwitzen und Baden unbedingt nachgecremt werden, weiß die Apothekerin. „Denken Sie an die Sonnenterrassen des Körpers: Kopf, Ohren, Nase, Schulter/Nacken. Am Abend pflegen Sie Ihre Haut mit feuchtigkeitsspendenen Produkten. Ganz wichtig: Säuglinge und Kinder unter drei Jahren müssen vor direkter Sonnenstrahlung geschützt werden. Immer Hut und Hemd zum Sonnenschutz. Die Haut von Kleinkindern hat im Gegensatz zur Haut von Erwachsenen keinen ausgereiften Eigenschutz. Das Risiko für lichtbedingte Hautschäden entsteht zu 50 bis 80 Prozent in dieser Zeit.“ Zudem sollten Sonnenbadende an die Umwelt denken. Dorothea Wendt rät, beim Kauf der Sonnenschutzprodukte auf das Siegel gemäß Hawaii-Riffgesetz zu achten. „Korallenriffe leiden unter den UV Filtern Oxybenzon und Octinoxat.“

Raus in die Natur
Wandern ist eine wundervolle Art, um Geist und Seele vom Alltagsstress zu befreien. Der Sommer bietet dafür eine gute Gelegenheit. Damit das Vergnügen ungetrübt bleibt, ist gute Vorbereitung wichtig. Das Tempo des unfittesten Wanderers sollte der Maßstab bei der Planung sein. Wenn man etwa eine Familienwanderung plant, sollte man immer Pufferzeit für zusätzliche Pausen oder ein langsameres Gehtempo zugeben. Neben gutem Schuhwerk gehört eine wind- und regenfeste Jacke ebenso wie eine wärmende Schicht (Zwiebelprinzip) mit auf die Tour – ebenso wie Sonnenschutz (Creme, Brille und Kopfbedeckung). Die Vesperbrote vergisst kaum jemand, das Wichtigste aber ist Wasser. Da man beim Wandern ziemlich ins Schwitzen kommen kann, sollte ein Erwachsener für vier Stunden Wanderung mindestens einen Liter dabei haben. Gegen Krämpfe helfen isotonische Getränke mit Magnesium. Wer im Sommer mit dem Rad unsere Region erkunden möchte, kann ebenfalls einiges entdecken. Zahlreiche Radtouren führen quer durch die Lüneburger Heide und bringen den Radfahrern Natur, Kultur und Menschen näher. Oft sind aber auch spontane Ausflüge ohne ein konkretes Ziel die schönsten.