New York MET in Lüneburg

Große Opern live auf der Kinoleinwand im Filmpalast

Die Saison eröffnet am 22. Oktober 2022 mit David McVicars Inszenierung von Luigi Cherubinis Medea, eine Neuproduktion, die in italienischer Sprache gesungen wird. Im Laufe der Saison können wir sehr unterschiedliche Opern erleben. Was es gibt haben wir hier für Sie zusammengetragen. Nach einer so langen Pause wird es ein ganz besonderer Genuss sein, die MET-Opern hier in Lüneburg live zu erleben. Die Berichterstattung und die Interviews drumherum machen dieses Kinoerlebnis zu einem ganz besonderen. Manch ein Besucher mag in den Pausen kaum den Platz verlassen, weil es dort manchmal einen sonst nur schwer möglichen Blick hinter die Kulissen gibt.

Wenn Sie gern dabei sein möchten – der Vorverkauf im Filmpalast läuft seit dem 3. September 2022, an der Kinokasse und auch online. Weitere Informationen zu den Opern erhalten Sie beim Filmpalast Lüneburg unter www.lueneburg.filmpalast.de. CleverKarte-Vorteil kann es, wie immer, nur direkt im Kino geben. Wer seine CleverKarte mitbringt und vorlegt, erhält 5 % Bonus auf den Ticketpreis von 32,00 €.

MEDEA
Luigi Cherubinis Medea ist vielleicht die bekannteste musikalische Adaption der Tragödie von Euripides rund um den griechischen Mythos der Argonautensage. Die Königstochter Medea wird von Jason, für den sie ihre eigene Familie verlassen hatte, verstoßen und rächt sich grausam. Ein Werk von tiefgründigem Ernst und einer monumentalen Melodik, von David McVicar klassisch, zeitlos und ungeheuer atmosphärisch inszeniert. Für Brahms war dieses Juwel der Barockmusik das, „was wir Musiker unter uns als das Höchste in dramatischer Musik anerkennen.“

 

LA TRAVIATA
La Traviata ist wahrscheinlich neben Mozarts Zauberflöte die beliebteste aller Opern. Die „Walzeroper“ – ursprünglich wollte Verdi ihr den Titel „Amore e morte“ geben – erzählt in betörendem Dreivierteltakt eine herzzerreißende Geschichte um Liebe und Tod, in der Opernliteratur geradezu unzertrennlich. Unvergleichliche Melodien und Michael Mayers zauberhafte Inszenierung garantieren ein atemberaubend gefühlvolles Opernerlebnis.

 

THE HOURS
Renée Fleming kehrt mit der Welturaufführung von The Hours des preisgekrönten Komponisten Kevin Puts zurück an die Met. Die auf Virginia Woolfs Roman Mrs. Dalloway basierende Geschichte, deren Verfilmung 2002 mit einem Oscar prämiert wurde, handelt von drei Frauen aus verschiedenen Epochen, die sich mit ihren inneren Dämonen und ihren Rollen in der Gesellschaft auseinandersetzen. Phelim McDermott, der zuletzt mit seiner Inszenierung von Philip Glass‘ Akhnaten begeisterte, inszeniert dieses fesselnde Drama.

 

FEDORA
Umberto Giordanos Verismo-Oper Fedora spielt an so verschiedenen Schauplätzen wie einem Palast in St. Petersburg, einem modischen Pariser Salon und einer malerischen Villa in den Schweizer Alpen. Sie ist ein Melodram voller einprägsamer Melodien, atemberaubender Arien und explosiver Ensembles. Starsopranistin Sonya Yoncheva gibt die russische Prinzessin Fedora, die sich in den Mörder ihres Verlobten verliebt. In der Rolle des Mörders stimmt Publikumsliebling Piotr Beczala mit „Amor ti vieta“ eine der beliebtesten Tenorarien an

 

LOHONGRIN
17 Jahre war Richard Wagners Oper über den geheimnisvollen Schwanenritter Lohengrin an der Met nicht mehr zu sehen. In einer stimmungsvollen Neuinszenierung verbindet Regisseur François Girard seinen markanten visuellen Stil und sein dramatisches Verständnis mit Wagners überwältigender Musik. Piotr Beczala, der 2018 bei den Bayreuther Festspielen sein herausragendes Debüt als Lohengrin gab, führt eine hochkarätige Sängerriege an.

 

FALSTAFF
Verdis letztes Meisterwerk beruht auf Shakespeares „Die Lustigen Weiber von Windsor“. In der musikalischen Fassung dieser herrlichen Komödie singt der deutsche Bariton Michael Volle als schurkischer Ritter Falstaff seine erste Verdipartie an der Met. Dieser wird von einem Trio kluger Frauen lustvoll gequält und erhält seine wohlverdiente Strafe. Robert Carsens viel gepriesene Inszenierung spielt auf dem Land im England des 20. Jahrhunderts. The International Herald Tribune feierte sie als „einfallsreichen Hingucker“.

 

DER ROSENKAVALIER
Nach der Dramatik in Salome und Elektra sehnte sich Strauss nach einem heiteren Stoff und so huldigt er mit einer Musikkomödie nach Art der „Opera buffa“ seinem größten Vorbild: Mozart. Schon die Handlung der Verwechslungskomödie über einen Adligen, der einem Dienstmädchen nachstellt, erinnert an Le nozze di Figaro. Natürlich bleibt Strauss in seiner Tonsprache ein Kind seiner Zeit, insbesondere durch seine üppige, sinnliche Instrumentation.

 

CHAMPION
Nach dem Erfolg von Fire Shut Up in My Bones kommt die erste Oper des sechsfachen Grammy-Preisträgers Terence Blanchard an die Met. Champion: An Opera in Jazz ist ein bahnbrechendes Werk, das Oper und Jazz kombiniert. Es erzählt die wahre Geschichte des Boxweltmeisters Emile Griffith, der sein Leben damit verbrachte, sich selbst und eine Gesellschaft in Frage zu stellen, die seine versehentliche Tötung eines Mitsportlers akzeptiert, nicht aber seine Bisexualität.

 

DON GIOVANNI
Für viele ist sie die Oper aller Opern! Ohne Zweifel haben Mozart und sein Librettist Da Ponte mit Don Giovanni ein Meisterwerk der Operngeschichte geschrieben. Tony Award Gewinner Ivo van Hove präsentiert eine neue Interpretation dieser Tragikomödie, die die vertraute Geschichte von Betrug und Verdammnis in einer abstrakten architektonischen Landschaft zeigt und die dunklen Ecken der Geschichte und ihrer Charaktere ausleuchtet. Maestra Nathalie Stutzmann gibt ihr Met-Debüt, Peter Mattei ist ein geradezu magnetisch anziehender Don Giovanni.

 

DIE ZAUBERFLÖTE
Eine Zauberflöte in der aufregenden Vision des renommierten englischen Regisseurs Simon McBurney, die das Wall Street Journal als „die beste Produktion, die ich je von Mozarts Oper gesehen habe“ bezeichnete. Nathalie Stutzmann dirigiert das Met Orchester, wobei der Orchestergraben angehoben wird, um die Musiker für das Publikum sichtbar zu machen und die Interaktion mit der Bühne zu ermöglichen. McBurney entzündet ein Feuerwerk an theatralischen Effekten, das Projektionen, Soundeffekte und Akrobatik einbezieht.

 

Filmpalast Lüneburg
Fährsteg 1
21337 Lüneburg
Tel. 04131 303322 tägl. ab 15 Uhr